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Der Boden ist die grösste Fläche in jedem Raum. Er bestimmt, wie warm ein Zimmer wirkt, wie es klingt und wie viel Pflege es braucht. Weil er viele Jahre liegt und sich nur mit Aufwand ersetzen lässt, lohnt sich eine ruhige Wahl.

Welcher Bodenbelag passt in welchen Raum?

  • Wohn- und Schlafräume: Parkett und Holzböden für ein warmes Raumgefühl
  • Küche und Eingang: Keramik oder Vinyl
  • Bad: Keramik und Platten, auf Wunsch Wand und Boden im gleichen Material
  • Büro: robuste Beläge wie Vinyl, wie bei der Bel Suisse SA in Cham
  • Hotel: Parkett in den Zimmern, Teppich in den Gängen, wie im Hotel Metropol in St. Gallen
  • Keller: Belag erst nach der Prüfung der Feuchtigkeit wählen

Parkett, Vinyl und Keramik im Vergleich

Parkett ist ein Naturprodukt. Es fühlt sich warm an, altert mit dem Raum und lässt sich bei vielen Aufbauten abschleifen und neu behandeln. Dafür reagiert es empfindlich auf stehendes Wasser und starke Schwankungen der Luftfeuchtigkeit. Je nach Oberfläche braucht es ab und zu eine Auffrischung.

Vinyl ist pflegeleicht, verträgt stark genutzte Flächen und ist in vielen Holz- und Steinoptiken erhältlich. Als Kunststoffbelag fühlt es sich anders an als echtes Holz. Keramik und Feinsteinzeug sind sehr robust und fühlen sich kühler an, mit einer Bodenheizung fällt das kaum auf. Beide lassen sich einfach feucht reinigen. Mit Kindern oder Haustieren wählen Sie im Wohnbereich eher eine robuste Oberfläche.

Eigentumswohnung Ballwil, Wohnraum, Vorher
Eigentumswohnung Ballwil, Wohnraum, Nachher
Wohnraum in Ballwil: alte Keramikplatten vorher, neues Holzparkett nachher. Zur Referenz

Vinylboden im Badezimmer: Was muss vor der Auswahl klar sein?

Ob Vinyl in Ihr Badezimmer passt, lässt sich nicht allein am Materialnamen entscheiden. Lassen Sie sich für das konkrete Produkt und den vorgesehenen Einsatzbereich die Herstellerfreigabe zeigen. Klären Sie mit dem ausführenden Betrieb auch die Verlegeweise, den Untergrund und die Anschlüsse an Wände, Dusche und Badewanne.

  • Ist der ausgewählte Belag für diesen Einsatz im Badezimmer freigegeben?
  • Welche Anforderungen gelten für Untergrund und Verlegeweise?
  • Wie werden Anschlüsse und die notwendige Abdichtung ausgeführt?
  • Welche Flächen sind vorgesehen: der allgemeine Badboden oder eine direkt mit Wasser beanspruchte Duschfläche?
  • Welche Pflege und welche Einschränkungen nennt der Hersteller?

Nehmen Sie diese Punkte in die Planung Ihrer Badsanierung auf. So vergleichen Sie vollständige Lösungen für den Raum und entscheiden nicht nur anhand von Dekor und Quadratmeterpreis.

Parkett verlegen: Kosten

  • Mehrschichtparkett Eiche CHF 100 bis 180 pro m², Massivparkett Eiche CHF 150 bis 280 pro m², jeweils mit Material und Verlegen; Schleifen und neu versiegeln CHF 40 bis 70 pro m² (parkett-offerten.ch, Richtwerte Deutschschweiz, Stand 2026)
  • Parkett ab CHF 115 bis 145 pro m² mit Material, Verlegen, Trittschalldämmung und MWST, ohne Entfernen des alten Belags und Ausgleichen des Untergrunds (Floory, Stand 2026)
  • Parkett als Material CHF 40 bis 130 pro m², Vorarbeiten am Untergrund CHF 25 bis 35 pro m² (Ofri, Stand Juli 2026)

Das sind Marktwerte, kein Preis von Premier Style. Die Kosten setzen sich aus Material und Arbeit zusammen. Beim Material zählen Holzart, Sortierung, Format und Oberfläche. Bei der Arbeit zählt vor allem, was vor dem Verlegen passieren muss.

  • Fläche und Raumform: Viele kleine Räume und Ecken brauchen mehr Zuschnitt
  • Untergrund: alten Belag entfernen, ausgleichen, trocknen lassen
  • Verlegemuster: Fischgrat braucht mehr Zeit als Dielen in einer Richtung
  • Sockelleisten, Übergänge und Türen, die gekürzt werden müssen

In Ballwil haben wir die alten Keramikplatten entfernt und neues Holzparkett verlegt, im Hotel Metropol in St. Gallen in 10 Zimmern. Unseren Preis pro Quadratmeter nennen wir, wenn wir den Untergrund gesehen haben. Er verändert den Aufwand oft am stärksten.

Suite mit Fischgratparkett, Sofa und Pflanze im Hotel Metropol in St. Gallen
Hotel Metropol, St. Gallen: Parkett im Fischgratmuster.

Der Boden im Keller

Im Keller entscheidet die Feuchtigkeit. Ein neuer Boden löst ein Feuchtigkeitsproblem nicht. Er kann es sogar verstecken, bis sich Flecken oder Schimmel zeigen.

  • Ist der Keller trocken? Die Ursache von Feuchtigkeit zuerst beheben
  • Wie wird der Raum genutzt: Lager, Hobbyraum, Weinkeller oder Wohnraum?
  • Ist der Untergrund eben und tragfähig?
  • Soll der Belag diffusionsoffen sein, damit Feuchtigkeit entweichen kann?

In trockenen Hobby- oder Wohnräumen im Keller passen ähnliche Beläge wie in der Wohnung. Keramik und Feinsteinzeug sind robust und unempfindlich, Holz braucht einen dauerhaft trockenen Raum. Bei Kraftberg in Rothenburg gehörten Fliesen- und Bodenarbeiten zur Komplettrenovation, bis in den Weinkeller mit Backstein und Möbeln nach Mass.

Parkettmuster in Eiche mit verschiedenen Oberflächen im Showroom von Premier Style in Küssnacht am Rigi
Showroom in Küssnacht am Rigi: Parkettmuster in Eiche mit verschiedenen Oberflächen.

Ein Bodenbelag für alle Räume?

Ein durchgehender Boden lässt eine Wohnung ruhiger und grösser wirken, weil keine Kanten die Räume trennen. Er muss dann aber überall passen, auch im Eingang und in der Küche. Verschiedene Beläge passen jeden Raum seiner Nutzung an: Holz im Wohnen, Platten in Küche und Bad. Dann braucht es saubere Übergänge auf gleicher Höhe, ohne Stolperkanten.

Der Boden im Umbau und als Einzelauftrag

Im Umbau kommt der Boden nach Rückbau und Installationen und vor Malerarbeiten und Montage. Wir stimmen ihn dann auf Möbel, Licht und Materialien ab. Für die Bel Suisse SA in Cham entstand so ein Vinylboden zusammen mit Akustikdecke und Glastrennwänden. Einen neuen Boden verlegen wir auch als eigenen Auftrag, ohne weiteren Umbau.

Mehr zu Parkett, Vinyl und Keramik unter Bodenbeläge. Wo der Boden in der Reihenfolge steht, zeigt der Ratgeber Umbau planen. Muster sehen Sie im Showroom in Küssnacht am Rigi.