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Ein altes Haus hat dicke Mauern, Holz mit Geschichte und Räume mit eigenen Proportionen. Es hat aber auch alte Leitungen, knarrende Böden und Grundrisse aus einer anderen Zeit. Eine gute Renovation behält das Erste und löst das Zweite.

Womit beginnen?

Am Anfang steht eine ehrliche Bestandsaufnahme, noch vor Küche und Farben. Hinter Verkleidungen verbirgt sich oft mehr als erwartet. Für Tragwerk und Dach ziehen Sie Fachleute bei.

  • Tragende Wände, Decken und Balken: Was darf weg, was muss bleiben?
  • Elektro- und Wasserleitungen: Wie alt sind sie, wo verlaufen sie?
  • Feuchtigkeit in Keller und Aussenwänden
  • Fenster, Dach und Heizung: Was steht ohnehin bald an?
  • Alte Baustoffe vor dem Rückbau auf Schadstoffe prüfen

Ideen, die mit dem Haus arbeiten

Die besten Ideen arbeiten mit dem Haus. Alte Balken, Natursteinwände oder Backstein werden zum Mittelpunkt eines Raums, wenn Licht sie trifft. Wo ein Neubau glatte Wände hat, darf ein altes Haus Nischen, Schrägen und Vorsprünge zeigen, die Möbel nach Mass aufnehmen.

  • Mauern, Backstein oder Balken sichtbar machen und mit Licht betonen
  • Kleine Zimmer zu einem offenen Wohnraum verbinden, wenn die Statik es erlaubt
  • Dachschrägen und Nischen mit Einbauschränken nutzen
  • Küche und Bad bewusst modern gestalten, als ruhiger Gegenpol zum Bestand

Bei Kraftberg in Rothenburg haben wir ein vierstöckiges Büro- und Ausstellungsgebäude mit Türmchen und Treppengiebeln komplett renoviert, vom Rückbau bis zur Endreinigung. Im Weinkeller stehen Backstein, runde Holzregale und ein Massivholztisch aus unserer Produktion direkt nebeneinander.

Weinkeller mit runden Holzregalen, Backsteinwand und Massivholztisch bei Kraftberg in Rothenburg
Kraftberg, Rothenburg: Backstein trifft auf Möbel nach Mass aus unserer Produktion.

Reihenfolge der Arbeiten

Was später hinter Wänden und unter Böden verschwindet, kommt zuerst: Rückbau, Tragwerk, Leitungen, dann Wände, Böden und Malerarbeiten, zum Schluss Küche, Bad und Möbel. Wer die Küche vor den Leitungen montiert, baut sie ein zweites Mal aus. Die einzelnen Schritte beschreibt der Ratgeber Umbau planen. Muss das ganze Haus innen bis auf den Rohbau erneuert werden, lesen Sie weiter unter Kernsanierung. Was das Budget bestimmt, steht unter Haus renovieren: Kosten.

Moderne Technik im alten Haus

Modern heisst im alten Haus vor allem: mehr Licht, bessere Technik und klare Linien, wo sie gebraucht werden. Indirekte Lichtlinien oder eine Küche mit grifflosen Fronten passen gut zu alten Mauern, solange Materialien und Farben ruhig bleiben. In Eigentumswohnungen in Ebikon und Luzern haben wir die Integration von KNX-Systemen koordiniert, die Licht und weitere Funktionen zentral steuern.

Eine 3D-Visualisierung zeigt vor dem Rückbau, wie die neue Küche neben der alten Mauer wirkt und ob die Farbe zum Holzboden passt. Für die Renovation eines Einfamilienhauses in Langenthal haben wir so jeden Raum geplant, vom Wohnzimmer bis zum Bad unter dem Dach.

Häufige Fehler

  • Oberflächen erneuern, bevor Leitungen und Feuchtigkeit geklärt sind
  • Wände entfernen, ohne die Statik prüfen zu lassen
  • Alle Räume planen, aber das Budget nur für einen Teil kennen
  • Balken, Türen oder Holzböden vorschnell entsorgen
  • Licht und Steckdosen erst planen, wenn die Wände zu sind

Wer früh weiss, was bleibt und was neu kommt, kann Arbeiten bündeln und muss Wände nicht zweimal öffnen.

Wer die Handwerker koordiniert

Im alten Haus greifen viele Gewerke ineinander, und Überraschungen sind häufiger als im Neubau. Ein fester Ansprechpartner spart Zeit und Ärger. Wir übernehmen das als Generalunternehmung: Gipser-, Boden- und Schreinerarbeiten führen wir selbst aus, Sanitär- und Elektro-Fachbetriebe koordinieren wir.

Mehr zum Umbau aus einer Hand auf der Leistungsseite. Im Showroom in Küssnacht am Rigi besprechen wir Ihr Haus gern persönlich. Bringen Sie Pläne, Fotos oder einfach Ihre Ideen mit.