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Bauernhäuser haben eine eigene Logik: die Stube als Herz des Hauses, kleine Kammern, niedrige Decken und oft eine angebaute Scheune oder ein Stall. Wer hier umbaut, möchte den Charakter behalten und trotzdem hell, warm und bequem wohnen. Das gelingt, wenn Bestand, Grundriss und Innenausbau zusammen geplant werden.

Was zuerst geklärt wird

Die grössten Unbekannten liegen in Balken, Mauern und Leitungen. Vor jedem Entwurf steht darum eine gründliche Abklärung, für Tragwerk und Dach mit Fachleuten. Je genauer diese Phase, desto weniger Überraschungen auf der Baustelle.

  • Zustand von Balken, Decken und Dachstuhl
  • Feuchtigkeit in Mauern, Keller und Erdgeschoss
  • Elektro- und Wasserleitungen, Heizung
  • Fenster und Wärmedämmung
  • Was die Gemeinde bewilligt, besonders wenn Scheune oder Stall zu Wohnraum werden sollen

Ideen für Stube, Küche und Dachstock

Die stärksten Ideen nehmen auf, was schon da ist. Sichtbare Balken, Holzwände und Natursteinmauern bleiben stehen und bekommen Licht.

  • Stube und Küche zu einem offenen Wohn- und Essbereich verbinden, wo die Statik es zulässt
  • Balken und Holz zeigen und mit indirektem Licht betonen
  • Eine Natursteinwand als Mittelpunkt des Wohnraums
  • Dachstock mit Schlafzimmer, Ankleide und Bad
  • Eine moderne Küche als ruhiger Gegenpol zu Holz und Stein

Unter Schrägen, in Nischen und unter der Treppe spielen Möbel nach Mass ihre Stärke aus: Sie gehen bis zur Decke, folgen dem Dach und machen aus Restflächen Stauraum. Wie Sie solche Schränke planen, zeigt der Ratgeber Einbauschrank planen.

Mehr Wohnraum aus Dachstock und Nebenräumen

Viele Bauernhäuser haben mehr Fläche, als genutzt wird: einen hohen Dachstock, eine Tenne, Nebenräume im Erdgeschoss. Ob daraus Wohnraum werden darf, entscheidet die Gemeinde. Wo es geht, entstehen etwa ein Elternbereich mit Ankleide und Bad unter dem Dach, ein Arbeitszimmer oder ein grosszügiger Eingang mit Garderobe.

Wichtig ist die Verbindung zum Bestand: Böden auf einer Höhe, Türen an logischen Stellen, eine Treppe, die zum Haus passt. Eine 3D-Planung zeigt früh, wie die Räume zusammenwirken.

Licht in tiefen Räumen

Bauernhäuser haben oft kleine Fenster und tiefe Räume, und neue Öffnungen sind nicht immer erlaubt. Darum lohnt sich ein Lichtkonzept: helle Oberflächen, indirekte Lichtlinien entlang von Balken, Licht in Nischen und Schränken. Wird der Grundriss offener, wandert auch das Tageslicht weiter.

In einer Eigentumswohnung in Luzern haben wir Natursteinwand, hinterleuchtete Marmorwand und indirekte Lichtlinien kombiniert. Dieselben Mittel funktionieren im Bauernhaus, mit Holz statt Marmor.

Reihenfolge der Arbeiten

  • Bestand prüfen, Bewilligung klären, Entwurf in 3D
  • Rückbau und Arbeiten an Tragwerk, Dach und Fenstern
  • Leitungen, Heizung und Dämmung
  • Gipser-, Wand- und Bodenarbeiten
  • Küche, Bäder, Einbauten nach Mass und Licht

Mehr dazu im Ratgeber Umbau planen. Viele Punkte gelten für jedes ältere Gebäude, siehe altes Haus renovieren.

Was die Kosten bestimmt

Eine seriöse Zahl gibt es erst nach der Bestandsaufnahme, weil kein Bauernhaus wie das andere ist. Am meisten Einfluss haben der Zustand von Tragwerk und Dach, ein Ausbau von Scheune oder Stall, die Zahl neuer Bäder und die Materialien. Planen Sie eine Reserve ein: Manches zeigt sich erst, wenn Verkleidungen und Böden offen sind. Marktpreise pro m² und die allgemeinen Faktoren stehen unter Haus renovieren: Kosten und Kernsanierung.

Was wir übernehmen

Wir planen den Innenausbau mit Ihnen, zeigen ihn in 3D und koordinieren als Generalunternehmung alle Arbeiten: Rückbau, Böden, Wände, Installationen, Küche, Bäder, Licht und Möbel nach Mass aus unserer Produktion. Für Sanitär und Elektro arbeiten wir mit Fachbetrieben zusammen. Sie haben einen Ansprechpartner bis zur Übergabe.

Mehr zum Umbau aus einer Hand auf der Leistungsseite. Im Showroom in Küssnacht am Rigi sehen Sie Hölzer, Fronten und Oberflächen im Original.